Dienstag, 27. April 2010

Weiden - von Pavillons und Flechtereien...

In unserem Garten findet sich schon die eine oder andere Weidensorte.
Was man daraus zaubern kann seht ihr hier:
und hier:  Sanftestrukturen

Nicht ganz so gross ist das Projekt für unseren Weidenpavillon

So soll es mal werden......(Zeichnung von 2009)

und viel früher als angenommen, sieht es schon so aus....
nämlich im Sommer 2012 nach 4 Jahren
Aber nun zu den Anfängen:
2008 stehen wir vor der schier überwältigenden Aufgabe 
aus diesem Erdhaufen einen Garten anzulegen - 
und das im Alleingang....

 
Der beauftragte Baggerfahrer transportiert erstmal den Aushub
ab und humusiert die Pflanzflächen
 
 dann wird der Sitzplatz gekoffert und die Quadersteine gesetzt
ab hier sind wir auf uns alleine gestellt. Zuerst legen wir die Wege an.
..dann pflanzen wir die ersten Bäume...
und säen Rasen aus - gerechelet wird von Hand...

und das war der Startschuss für unserem Weidenpavillon:

Und da wir auch nicht soviele Weiden, geschweige denn Helfer zur Verfügung hatten, liessen wir das Gerüst einfach selber wachsen. Zudem wollten wir keinen geschlossenen Pavillon, die freie Aussicht auf Land und Wiesen sollte erhalten bleiben. Ich habe im Frühjahr 2008  ca.2.50m lange, daumendicke Ruten in den Boden gesteckt.
Diese durften das erste Jahr einfach mal wachsen. 

Ein Jahr später im März 2009 wurden alle Ruten
bis auf 3 Haupttriebe zurückgeschnitten,
und mit gespannten Schnüren in Form gezogen, 
so entsteht das Grundgerüst .


Leider hat ein Hagel-Sturm im Mai 2009 viele Äste abgebrochen, die Grundkonstruktion war futsch.. 
aber Weiden wachsen ja sehr schnell, deshalb sah es im Juli 2009 bereits wieder so aus....
Bitte beachtet die Stützen nicht *grins* sieht furchbar aus, ich weiss....die Pfosten waren aus Restholz und wir hatten einfach keine Lust mehr neue zu kaufen und einzuschlagen...damals war der ganze Garten eine einzige Baustelle - irgendwann mag man nicht mehr.
Im Winter 2009 VOR dem Schnitt:

2 Jahre nach dem Setzen sah der Pavillon im Frühjahr 2010 nach dem Schnitt und erneutem Binden so aus:
Man sieht die gespannten Schnüre die die Haupttriebe verbinden. Die Schnur darf NIE direkt um den Trieb gebunden werden. Die Weiden werden innert wenigen Wochen von bleistiftdicke mind. zu daumendicke wachsen. 

Eine Schnur, die direkt um den Trieb befestigt wird, wächst ein und der Trieb bricht irgendwann beim nächsten Sturm ab. Stattdessen einen lockeren Ring (wegen dem Dickenwachstum) um die Weidenrute legen (keine Schlaufe wie auf der Skizze)  - nach vielen Versuchen aus Bindematerial hat sich schaumstoffummantelter Draht am besten bewährt.  Alle Zweige die nicht für die Grundform gebraucht werden, müssen abgeschnitten werden (alles was senkrecht nach oben oder nach unten wächst)  als Variante kann man die Zweige natürlich auch in die Dachkonstruktion einflechten, das Dach wird dann sehr dicht. Wir wollen kein komplettes Dach haben, sondern die luftige Variante.


3 Monate nach dem Schnitt ... (Juli 2010)
Die Bilder unten stammen vom Herbst 2010 - zweieinhalb Jahre nach dem Setzen der daumendicken Weidenruten sieht der Pavillon nun so aus:





Frühjahr 2011: Der Pavillon im 3.Jahr nach der Pflanzung
Bild 1: direkt nach dem Schnitt im März....    und der Austrieb im April

April 2011
und bereits Mitte Mai wieder sehr grün....

Kartoffeln aus dem Fass!

Was letztes Jahr bereits wunderbar geklappt hat, wird nun in mehrfacher Ausführung wiederholt. Der Kartoffelanbau im Fass oder Pflanzkübel. Mein 5-jähriger Sohn hat letztes Jahr eine Kartoffel in das alte Weinfass, das den Kindern als "Gemüsegärtchen" dient gesetzt. Wir haben 3kg Kartoffeln geerntet.
Es ist ganz einfach: man braucht einen geeigneten Behälter mit Abzuglöchern, am besten vorgekeimte Pflanz-Kartoffeln und Erde. Den Kübel füllt man nur bis knapp zur Hälfte. Sobald die Kartoffelblätter 15-20 cm hoch sind, füllt man wieder Erde nach, dabei aber bitte die Blätter nicht komplett zudecken. Dies geht so weiter, bis der Pflanzkübel voll ist. Dann lässt man dass Kraut einfach weiterwachsen und blühen. Ab Juni können bereits die ersten Frühkartoffeln geerntet werden.
Ich habe "Bamberger Hörnchen" und "Blaue Schweden" gepflanzt. Man darf gespannt sein, wie hoch die Ernte dieses Jahr ausfallen wird.

Nachtrag: Leider war die Ernte dieses Jahr durch die Krautfäule und den Kartoffelkäfer gering.
Die Bamberger Hörnchen konnte ich als Frühkartoffeln ernten, aber bei den blauen Schweden war der Ertrag niedrig -
ausserdem habe ich nur zum Anfang mit Kompost gedüngt, danach nicht mehr -ich vermute gerade die Kübelkultur verlangt nach regelmässiger Düngung, das werde ich in diesem Jahr versuchen.
Blaue Schweden
Kartoffelsorte 'blaue Schweden' in der Blüte


Hier gehts zu meinem Gemüsegarten

neues Jahr, neues Glück!

Samstag, 24. April 2010

Gänseblümchen und Co....



Kater Felix ist immer dabei, egal wo ich fotografiere, pflanzt er seinen Hintern direkt vor die Kamera....
ein siamesisches Trillings-Gänseblümchen

Primula veris - Schlüsselblume
In meiner Kindheit habe ich sie straussweise gepflückt, nun sieht man sie immer seltener. Ich habe sie im Wiesenherz angesiedelt. Die Schlüsselblume steht unter Naturschutz und darf nicht am Wildstandort ausgegraben werden, der Erfolg dass sie anwächst ist sowieso eher gering, unbedingt Topfware kaufen!
Die Blüten der Schlüsselblume wirken schleimlösend und werden daher in einigen Hustentees verarbeitet. 
Medizinisch verwendet werden die Wurzeln und die schwächer wirksamen Blüten.
Die Bezeichnung Schlüsselblume geht auf den einem Schlüsselbund ähnlichen Blütenstand zurück. Im Mittelalter galt die Schlüsselblume als magischer Schlüssel zum Heben verborgener Schätze.

Diesen Sommer werden die Wege noch gekiest, bisher sind sie erst gekoffert.
Die roten Tulpen sind übrigens alle "Überraschungs-Eier". Eigentlich sollten sie ja violett und bunt blühen....
Die Felsenbirne (amelanchier lamarckii) beginnt zu blühen. 
Ab Juni sind die leckeren Wildfrüchte dann reif.
 Ein paar Sonnenstrahlen später...
Mandelbäumchen (Prunus Triloba)
Der Baldrian treibt kräftig aus, bis Juni wird er eine Höhe von 1.80m erreicht haben.
Er blüht in weissen Dolden und verbreitet seinen süssen Duft weithin. 
Die Wurzeln kann man ab dem 2. Standjahr ernten.





Mittwoch, 21. April 2010

endlich warm...

...und die Tulpen öffnen sich im Minutentakt.

Der Ausblick aus meinem Küchenfenster wird von Tag zu Tag grüner...
Harlekinweiden 'Hakuro nishiki' Salix integra im Austrieb im April

Dienstag, 20. April 2010

Kirschbaumblüte auf Schloss Salem



Auf Schloss Salem blühen die Kirschbäume, was für eine Pracht!!!
 Die Kinder hatten Spass in den verschiedenen Labyrinten. 
Dieses hier aus Buchs muss erst noch höher wachsen...
die beiden anderen Eiben-Labyrinte waren dagegen auch für uns Erwachsene spannend.
 Auch im Affenberg gabe es viel zu sehen und erleben.
Die Berberaffen sind zahm und sitzen neugierig auf dem Holzzaun. 
Sie nehmen schön brav das Popcorn aus der Hand und fressen es.
Und jetzt nur was für starke Nerven....alle Frauen die nicht verhüten bitte nicht weiterlesen!!!












Trallaaaaaa.......soviele Störche gabs auch zu sehen und ich hoffe wirklich, 
dass dieser Ausflug ohne Folgen bleibt ;-)

Aber die Glüksfee ist mir bestimmt hold....
auch wenn die "Toter Kopf"- Flagge auf Halbmast vom Schlossdach grinst....
die Strassenbilder stammen von meiner 7-jährigen Tochter