...oder wie man sich ein neues Lebensjahr flechtet....
Ein liebe Freundin hat mich am vergangenen Samstag zusammen mit drei weiteren Frauen zu ihrem Geburtstag eingeladen. Und zwar sollten wir
"mit ihr zusammen an ihrem neuen Lebensjahr flechten"
so stand es in der Einladung.
Dieser
Aufforderung sind wir gerne nachgekommen! Es war sehr spannend die
einzelnen Flechttechniken kennenzulernen und erst jetzt begriff ich, wieviel Arbeit in so einem Korb steckt!
Der Korbmacher Immanuel Flatt hat uns sehr
angenehm in die Welt des Korbflechtens eingeführt und abends konnte
dann jede Frau ihr eigenes Werk mit nach Hause nehmen!
Liebe Angela, herzlichen Dank für diesen unvergesslichen, tollen Geburtstagsplausch bei dir zuhause!
Ich
fand es wunderbar mit euch zusammen in der Stube zu sitzen - so
konzentriert bei der Arbeit, dass niemand sprach und das ist bei fünf
Frauen doch eher die Ausnahme, oder?
Der gestrickte Hockerbezug auf den Bildern ist "Selbstgemachtes N° 2"
Da der alte Hockerbezug verschlissen war, stellte sich die Frage
"einen neuen nähen, oder lieber einen Bezug stricken mit dem Textil-Garn, das derzeit in aller Munde ist?"
Ein gestrickter Hockerbezug sollte es
werden!
Umso enttäuschter war ich dann im Wollgeschäft, weil sie Zpagetti-Garn nicht führten. Im Internet-Shop fand ich schliesslich Ersatz. Das
Buttinette-Textilgarn ist etwas dünner und die Farben können nicht exakt ausgewählt werden. Man bekommt aus dem jeweiligen Farbspektrum das gerade
vorrätige Garn geliefert. Ich habe sicherheitshalber 5 Knäuel bestellt (fast 3 habe ich dann effektiv
verbraucht) Begonnen habe ich mit einer Maschenprobe, deren Maschenzahl ich auf die spätere Hockerbreite hochberechnet habe. Der Bezug ist in einem Stück gestrickt worden. Drei Seiten kann man in einer Länge durchstricken, die beiden fehlenden Seitenteile strickt man später direkt an. Perfekt ist er nicht geworden, aber das macht nichts, so passt er doch auch viel besser zu uns. Auf den Bildern sieht man immer nur die drei schönen Seiten...denn auf der Rückseite passen die Kanten nicht ganz.

Wahrscheinlich fallen einem die geknüpften Verbindungen in einem gehäkelten Teil gar nicht so sehr auf, beim gestrickten aber schon! Die dicken Knüpfverbindungen habe ich durch die jeweilige Masche auf die Rückseite gedrückt und gleich vernäht. Den kleinen
Fliegenpilz-Button habe ich im schon im April zusammen mit anderen Nadelfilzereien gemacht.
Selbstgemachtes N° 3 sind die gestrickten Socken , die mir im September von der Nadel gehüpft sind. Dabei hatte ich noch gar keine
Gelegenheit sie auszuprobieren, denn meine Füsse fühlen sich barfuss noch so wohl, dass es keine Socken braucht.
Früher waren solche Strickarbeiten
Endlos-Projekte, die jahrelang in einer Schublade
vermoderten vor sich hinschlummerten....heute sind sie nach 2-3 Strick-Abenden fertig.
Der Strauss der Woche
ist ausnahmsweise nicht aus dem Garten, sondern vom Waldspaziergang
mitgebracht. Eine Gartenschere sowie ein paar Sammel-Säcke gehören für mich zur
Spaziergang-Grundausrüstung einfach dazu.

...einen guten Wochenstart!
mit herzlichen Grüssen aus dem Septembergarten