Donnerstag, 28. Januar 2010

Einen Garten selber planen?


Ich gebe zu, es ist nicht einfach, sich vorzustellen, wie ein Gartenparadies entstehen soll.

"Das Paradies wartet; es ist nur ein Gedanke von Ihnen entfernt – aber Sie müssen ihn denken. Niemand wird das jemals für Sie tun" – René Egli, Erfinder des LOLA-Prinzips

Kein Mensch kommt auf die Idee, zuerst ein Haus zu bauen und erst dann einen Architekten zu beauftragen. Aber genauso machen es die meisten mit ihrem Garten. Eine Grundbepflanzung bestehend aus Thuja oder Kirschlorbeerhecke, einen Verbundsteinplattenweg rund ums Haus und Rasen....das wars dann schon nach dem Hausbau. Es ist zwar grün, aber  trotzdem mit einer Einöde vergleichbar.
Der Hauptaugenmerk wird auf einen saftig grünen Rasen ohne Unkraut gelegt - das grüne Gold des stolzen Hausbesitzers und vielleicht noch auf einen Steingarten im Vorgarten der einer Wüste in nichts nahesteht - aber ist das nun schon ein Garten?


"Wegen der Kinder" hört man auch oft...."wegen der Kinder muss es pflegeleicht sein".....aber gerade Kinder lieben natürliche, verwinkelte Gartenparadiese, die viele Möglichkeiten geben sich zu verstecken, dort am Strauch eine Stachelbeere zu naschen, dort hinten der Katze nachzurennen und in der hohen Blumenwiese zu versinken....alles was glückliche Kinder brauchen sind Steine, Sand, Holz, Wasser, Klettermöglichkeiten und Verstecke.


Wer will nun den Rasen mit Thujahecke? Sind es die Kinder oder doch eher der Papa, der einen gepflegten Rasen will?


Irgendwann kommt das obligatorische Gartenhaus, ein Kletterturm und Baumarkt-Sandkasten für die Kinder dazu. Erst wenn die Kinder gross sind, interessiert man sich für die Gartenanlage und meist ist dann auch mehr Geld dafür vorhanden. Wer sich für später nicht alles verbauen will, dem sei nahegelegt, gleich beim Hausbau einen Plan anzufertigen (lassen)  und die Grundsubstanz zu errichten. Je weniger Änderungen später am Gelände vorgenommen werden müssen, desto preisgünstiger wird die Realisierung des Traumgartens. Die Ausführung kann dann immer noch über mehrere Jahre verteilt werden.  Denn eines ist sicher - Garten kostet.

Er bietet aber wie nichts anderes einen wundervollen Erholungsraum - ein Stück heile Welt zuhause, ein Ort zum Entspannen und Kraft tanken.  

Wir selber hatten schon ein sehr knappes Budget für den Hausbau und es nur durch viel Eigenleistung realisieren können - für den Garten blieb schlicht kein Geld übrig - so haben wir praktisch alle Arbeiten selber ausgeführt. Unser Garten ist innert 2 Jahren entstanden und immer noch nicht ganz fertig. Die Wege warten auf eine Kieslieferung, Sandsteineinfassungen müssten noch verlegt werden und und und.....

"wir haben uns Zeit gelassen, Zeit um auch einmal auszuspannen, zu geniessen was bereits fertig ist, Zeit zum beobachten - immer wieder gab es schöne Ideen die wir dann spontan umgesetzt haben"

Vor dem Hausbau habe ich mich durch viele Garten-Bücher gelesen und einen Gartenplan skizzenhaft auf Papier entworfen und danach mit meinem CAD-Programm angefertigt.
 
Ich rate allen Bauherren, sich während der Bauphase viele Gedanken zu ihrem Garten zu machen. Nachdem das Haus hinterfüllt wurde, wird die Grobplanie gemacht. Optimal ist, wenn man schon vorher weiss, wo mehr Humus verteilt werden soll um einen Gemüsegarten oder üppige Blumenbeete anzulegen. Auch Plätze, wo später Kletterpflanzen wie Weinreben oder Kletterrosen wachsen sollen, bekommen eine Extraschicht Humus. Eine geschickte Vorplanung ermöglicht auch Strom- oder Wasserleerrohre in den Boden einzulegen. Vielleicht kommen sie erst viel später zum Zug, aber sie sind bereits im Boden und erleichtern vieles .


In kleinen Gärten wirkt eine symmetrische, geradlinige Anlage der Wege und Beete oft besser und ruhiger. Bei grösseren Grundstücken darf ruhig geklotzt werden und geschwungene Wege angelegt werden. Ein Garten der nicht auf den ersten Blick überschaubar ist, wirkt spannend und geheimnisvoll, was verbirgt sich wohl hinter der nächsten Biegung...?....
geschwungene Wege verleihen einem Garten etwas Romantik

Bei den geschwungenen Wegen oder Beeten sollte man nicht übertreiben, denn es kann auch "billig" wirken, wenn man eine starke Schlangenlinie zieht.

Wichtig waren mir die Ausblicke aus dem Haus. Es sind Sichtachsen - man steht in jedes Zimmer und schaut nach draussen - wo ist die Aussicht schön? Wo soll ein Nachbarhaus verdeckt werden? Könnte man da einen Baum pflanzen? Eine natürliche Hecke, Rosen, Wildstauden?
Wie verändert sich der Garten im Laufe der Jahreszeit?
Es gibt keinen Tag ohne dass ich nach draussen blicke und denke - ist DAS schön geworden.Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir eine unverbaute Landschaft haben, aber auch in Reihenhausgärten sind diese schönen Ausblicke und Sichtachsen möglich. Es kann sich um eine Kletterose nahe dem Küchenfenster handeln, oder eine Gräserlandschaft mit Wasserbrunnen beim Sitzplatz, das man vom Wohnzimmer auch im Winter betrachten kann. Ideen und Inspirationen findet man haufenweise - besonders schön finde ich diese Homepage:
 http://www.gartenland.ch/gaerten.html
Ausblicke aus dem Fenster - hier soll es das ganze Jahr schön aussehen!

unser Lieblingsplatz - im Sommer oder Winter


Kochen "im Grünen"
Sichtachse vom Essbereich in den Garten
 Sichtachse vom Obergeschoss



Mir selber hat es ungemein geholfen, viele Bücher und Gartenzeitschriften zu lesen - was  mir gefiel (Pflanzen, Bäume) habe ich notiert und in der Baumschule bestellt. Es muss nicht alles von Anfang an gekauft werden - wichtig ist, dass man weiss, in welche Richtung sich der Garten entwickeln soll. Anfangs ist man vielleicht versucht, die Sträucher wahllos nach dem Adlersystem in den Rasen zu pflanzen,  wer einen Sommer darum herum Rasen gemäht hat, wir es verfluchen!
Ein Plan, und sei er noch so einfach, ist von unwahrscheinlicher Hilfe -  er verhindert dass man sich zu sehr im Kaufrausch und Pflanzwahn verzettelt.
Auch winzige Bächlein, Teiche oder Brunnen aus dem Baumarkt, die man am Boden gebückt fast mit der Lupe suchen muss, verfehlen meist ihre Wirkung.
Wenn, dann bitte klotzen statt kleckern und halt lieber 5 Jahre auf etwas wirklich schönes sparen, als eine halb-batzige Baumarkt-Lösung  auf Teufel komm raus umzusetzen.

Man glaubt es nicht, wieviel Pflanzen, Bodendecker und Bäume kosten. Nur für ein einziges Beet gehen locker ein paar tausend Franken drauf - zu Recht, jeder der selber aussäht oder Pflanzen nachzieht, weiss, dass es viel Arbeit macht, seine grünen Schützlinge zu betreuen....ein Baum steht mehrere Jahre in der Baumschule, wird gewässert, beschnitten, umgepflanzt...das ist seinen Preis wert!

Wer ein kleines Budget hat, kann nach und nach die Beete erweitern und neue Pflanzen dazukaufen oder noch besser: selber vermehren! Anleitung-Stecklingsvermehrung   ca. 40% der Pflanzen in meinem Garten habe ich durch Stecklinge vermehrt oder die Stauden gleich selber ausgesäht. Viele Nachbarn  , Freunde oder Bekannte geben gerne im Herbst oder zeitigen Frühjahr Pflanzen ab, die sie teilen müssen um ihre Blühkraft zu erhalten. Einfach mal nachfragen!
Bei allen Pflanzen ist wichtig, das der optimale Standort berücksichtigt wird. Ich habe erst alle Etiketten zuhause nachgegoogelt und mich über das Aussehen, Wachstum, Rückschnitt und die optimale Lage informiert. Das verhindert viel Frust, wenns einfach nicht gedeihen will, weil der Standort nicht passte.

Rhododendren und Azaleen sucht man vergebens in meinem Garten - diese brauchen ein Moorbeet und der Boden muss ausgetauscht werden, damit sie gedeihen. Diesen Aufwand würde ich nie betreiben, geschweige denn, dass die Hochmoore unwiderbringlich zerstört werden. Auch passen die grellen Blüten nicht in unsere Landschaft. Gerne werden japanische Gärten mit ein paar Formschnittgehölzen und Leuchten im Asia-Stil nachgeeifert - wer diesen Stil liebt, ist definitiv falsch auf diesem Blog. So wunderschön die japanischen Gärten in ihrer Heimat sind, so unliebsam sehen sie hier auf einem Reihenhausgrundtück aus - fremd - einfach nur fremd.....

"Der Stil sollte sich der Landschaft und Umgebung anpassen"

Obwohl ich nicht ausschliesslich auf einheimische Stauden setze, achte ich doch bei den Stauden auf einfachblühende, nektarspendende Blüten.



Rosen
Die kleinblütigen Rosen gefallen mir um ein vielfaches besser als die staksigen Edelrosen.
Da ich keine meiner Rosen spritze, 
müssen sie robust und gesund sein, 
am liebsten ungefüllte Hagebuttenrosen, aber auch die stark nach alten Rosen duftenden englischen Rosen haben es mir angetan!
Kletterrose Veilchenblau ist ein Bienenmagnet, sie ist fast stachellos und bestens für einen Rosenbogen geeignet.
Meine Rosen habe ich fast ausschliesslich bei Rosen Huber in Dottikon bestellt. Mitte Oktober bis Mitte März ist optimale Pflanzzeit für die wurzelnackten Rosen, die per Post gesendet werden. Im Gartencenter gibt es meist nur die 08/15 Ware - wer alte, oder gar historische Rosen , Hagebuttenrosen oder die stark duftenden Englischen Rosen sucht, kommt hier auf seine Kosten.


Hier schaue ich mir gerne Rosenbilder an, manche Fotos in den Rosenkatalogen verfälschen die wirkliche Schönheit einer Blüte extrem, je nach Licht (grelles Mittagslicht oder weiches Abendlicht)
Mehr dazu auch hier: http://www.stauden-und-rosen.de/index.php?seite=rosenliste
und hier: http://www.rosenfoto.de/ (Christine Meile)





                                 
Höhenstaffelung und farblich abgestimmtes Beet. Grundregel zur Bepflanzung: hohes nach hinten, niederes nach vorn.
Ich habe bei jeder neugekauften Pflanze die Etikette in einer Schublade aufbewahrt und mir die Googlebilder dazu angesehen. Da werden die Augen ganz gross, wenn man sieht, was aus diesen unscheinbaren Pflänzchen in ein paar Jahren werden kann! Man erfährt auch sehr schnell, welche Sorten Wuchern und besser in einem Topf ohne Boden wachsen sollten. Auch die Standortfrage ist zu berücksichtigen - man wird an einer Rose auf der Nordseite keine rechte Freude haben, wenn sie mangels Sonne ständig krank ist. Es gibt viele wunderschöne Schatten- oder Blattschmuckstauden!

blauer Rittersporn aus einer Samenmischung - die Staude blüht erst im zweiten Jahr nach der Aussaat. Schneckenschutz ist sehr wichtig! Ich verwende (nur beim Austrieb) das biologische Schneckenkorn Ferramol.



Bäume und Hecken sind wundervolle Raumbildner - sie können auch einen kleinen Garten in einzelne Zimmer einteilen. Ein liebevoll angelegter Kleingarten geniesst man im Sommer jeden Abend, jeden Mittag - jeden TAG! Auch im Winter bietet ein strukturierter Garten ein vielfaches mehr, als ein Rasen mit Hecke .

Tricks, wie man die Bäume miteinplant.
Zuerst einmal ist die Grösse und der Grenzabstand zu klären, dann kann eine Auswahl vorgenommen werden. Für kleinere Gärten eignen sich Bäume mit einer Kugelkrone, die sogar teilweise unter Schnitt gehalten werden kann. In unserem Vorgarten haben wir uns für die Kugelakazie entschieden, weil unsere Nachbarn bereits eine Kugelakazie nahe der Grenze hat(ten) und die Bäume eine Allee bilden sollten.  Nachbars Baum ist inzwischen eingegangen und unsere 3 stehen noch.
Heute würde ich mich wieder anders entscheiden - die Kugelakazie ist weder für Bienen noch für Vögel wertvoll, Obst gibt es auch keines zu ernten - inzwischen finde ich das sehr schade.
Dennoch sind Kugelbäume besser als gar kein Baum. Die kleinen Reihenhausgrundtücke lassen ja meist nichts grosswachsendes zu.

Ich höre immer wieder Aussagen wie "Bäume machen eine "Sauerei" mit ihren Blättern.
Diese Einstellung ist mir einfach unverständlich - Bäume erfreuen uns im Frühjahr mit ihrer Blüte oder mit dem frischgrünen Austrieb, im Sommer spenden sie wohltuenden Schatten und im Spätsommer evt. noch Früchte? Nur im Herbst wenn die Blätter fallen wird der Baum zur "Sauerei". *Kopfschüttel*
Wir sollten unsere Prioritäten dringenst überdenken....

Hier eine tolle Seite mit einer grossen Auswahl an vorgestellten Bäumen, Sträuchern und Stauden:
Der kleine Garten


Kugelakazie

'Robinia pseudoacacia Umbraculifera' im Vorgarten

Die 3 Kugelrobinien sind als Raumbildner eingesetzt - einerseits betonen sie den Eingang und nehmen unserem Haus etwas die Höhe (Der First ist gute 10m hoch)  und verdecken nebenbei auch das Nachbarshaus. Ein vierter Baum auf Nachbars Seite ist leider eingegangen.
links - frischgepflanzte Bäume anhand der Skizze (rechts)
Wie plant man Bäume in bestehende Gärten ein?  Ein Foto in s/w (hell) ausdrucken und mit Bleistift ungefähr den Standort markieren, dann die Krone einzeichnen - voilà - die Raumwirkung ist bereits zu erkennen.  Wer keine Baumkronen zeichnen kann, der zeichnet einfach einen Kreis auf den Stamm.





Falls man einen bestehenden Garten umstrukturieren möchte, ist es am einfachsten, Fotos zu machen und diese dann sehr hell auf einem Laserdrucker auszudrucken. Dann wird mit schwarzem Filzstift einzeichnet wie es werden soll/könnte. Gerade von Gehölzen oder Sträuchern kann man sich so ein besseres räumliches Bild machen. Auch ein guter Trick: einen Reisigbesen direkt im Garten verkehrt herum in die Erde stecken wo ein Baum gepflanzt werden soll. Den Besen aus verschiedenen Richtungen anschauen und evt. noch versetzen -den perfekten Platz gefunden? Na dann auf zum Baumkauf. (Der Spätherbst ist übrigens die beste Zeit um Sträucher und Bäume zu pflanzen)



Auch Collagen mache ich gerne um die Raumwirkung zu testen:
Hier beim Bistrogarten habe ich ein Internet-Bild einer Harlekinweide digital ausgeschnitten und eine Fotomontage gemacht.  Statt Schneeball-Hortensien (die wären zu hoch geworden) habe ich den Platz unter den Bäumchen mit Sterndolden, Frauenmantel, Heuchera's, Buchs und vielen Frühlingsblühern bepflanzt.
                                                     1 Jahr später
und so sieht es 1 Jahr später in Natura aus:









ganz links im Bild die hohe schmale Silberweide, dann der Grillplatz, der Weidenpavillon und rechts der Kinderbereich mit Sandkasten und Baumhaus. Bei der Planung nicht vergessen genügend grosse Baum-Kronen (Endhöhe) einzuzeichnen, damit man sich vorstellen kann, wie es in ein paar Jahren aussieht! Nur zu gerne pflanzt man anfangs zu viel und zu nah - irgendwann muss dann gerodet werden.


Damit fast immer etwas im Garten blüht, man selber aber keinen Pflanzplan entwerfen kann, dem sei empfohlen 5mal pro Jahr einen grösseren Einkauf in der Staudengärtnerei einzuplanen.
Im Frühling (Frühblüher, Polsterpflanzen), Frühsommer (Stauden und Rosen), Hochsommer (Stauden), Herbst (Gräser und mehrjährige Herbstblüher), und ab September (Blumenzwiebeln für den Frühling)
Oktober/November (Gehölze und Sträucher, Stauden umpflanzen oder Neupflanzungen.
Optimale Pflanzzeit ! der Boden ist noch warm, die Pflanzen können bis zumWinter noch Wurzeln bilden) 

Aufpassen muss man im Frühjar in den Gartencentern - die in voller Blüte stehenden Stauden sind keineswegs "echt" sondern künstlich in Gewächshäusern vorgetrieben worden - die Enttäuschung ist gross, wenn man diese überdüngten, angetriebene "Diva's" gleich auspflanzt - vieles friert ab oder geht ein. Die Blüte im nächsten Jahr wird zeitverzögert sein. Der Gang zum Gartenfachgeschäft ist wirklich zu empfehlen - der Mehrpreis wird mit der kompetenten Beratung um ein vielfaches aufgewogen.

 Eines noch: Liebe Leser - pflanzt mehr einfache Blütenstauden, statt der supergefüllten, deren Blüten für die Bienen wertlos sind. Auch vermehrt einheimische Stauden statt der extravaganten exotischen, die meist mit unserem Klima und Boden nicht zurecht kommen.  
Wir müssen unserer Natur Sorge tragen, wir haben nur die eine. Sehr viele Wildstauden und Kräuter wachsen in meinen Blumenbeeten und ich liebe es wenn es dort summt. und brummt . In ihrer Schönheit stehen sie den Exoten in nichts nach!

Wildstauden und -gehölze sind wichtig für die Tierwelt - mit ihnen werden sich viele Nützlinge im Garten einfinden und das Gleichgewicht auf natürliche Art und Weise erhalten, Wildstauden sind gesund und robust, was man von vielen exotischen Pflanzen nicht behaupten kann - Statt der obligatorischen Forsythien kann man die sehr frühblühenden Kornelkirschen pflanzen, deren Wildobst essbar ist! Auch die Felsenbirnen warten mit wunderschönen Frühlingsblüten, sommerlichen essbaren Beeren und herbstlichem Feuerwerk auf.

Sagt ja - zu mehr Natur!
Diese Gärtnereien beraten Euch sicherlich gerne zu allen Pflanzfragen:
http://www.wildstauden-gaertnerei.ch/
http://www.wildstauden.ch/
http://www.wildstauden-hauenstein.ch/
 http://www.ufasamen.ch/deu/0415_WildstaudenWildstraucher.shtml
http://www.neubauer.ch/
http://www.gartenland.ch/wildstauden.html
Unbedingt einmal die wundervollen Schaugärten besichtigen!

Viele Garten-Zeitschriften bieten übrigens Pflanzpläne samt Kauflisten in ihren Heften an - man kann sich dort etwas schönes aussuchen und nachkaufen. Generell würde ich gezielt von einer schönen Pflanze 3, 5  oder 10 oder je nach Grösse 20 und mehr kaufen, damit eine Flächenwirkung erzielt wird. Es wirkt so viel ruhiger und harmonischer . Ich selber habe mich nicht immer an diese Regel gehalten *lach* und oft spontan gepflanzt. Heute würde ich das ganz anders machen....

Ihr seht - 
Gärtnern ist ein Prozess, 
es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

***********************************
Garten -  Zitate:

Das Glück beginnt, wo man die Zeit vergisst
(mein Lieblingszitat und Blogspruch, Autor unbekannt)

Man muß nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen,
solange man einen Garten hat.
- Persische Weisheit (!) -

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.
- Khalil Gibran -

Willst Du für eine Stunde glücklich sein, so betrinke Dich.
Willst Du für drei Tage glücklich sein, so heirate.
Willst Du für acht Tage glücklich sein,
so schlachte ein Schwein und gib ein Festessen.
Willst Du aber ein Leben lang glücklich sein,
so schaffe Dir einen Garten.

Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
Charles Darwin 1809 - 1882
Ärgere dich nicht darüber, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern freue dich darüber, das der Dornenstrauch Rosen trägt.
Arabisches Sprichwort
Blüht eine Blume, zeigt sie uns die Schönheit. Blüht sie nicht, lehrt sie uns die Hoffnung.
Chao-Hsiu Chen
Blumen müssen nicht schön sein. Sie sind es.
Anke Maggauer-Kirsche *1948
Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.
Bettina von Arnim 1785 -1859
Das Herz und die Rose sind das einzig Unvergängliche
Paracelsus 1493 - 1541
Dass man an Rosen glaubt, das bringt sie zum Blühen.
Deutsches Sprichwort
Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten ist, Zeit, Zuwendung und Raum.
Prof. Dr. Ing. Dieter Kienast 1945 - 1998
Der „Grüne Daumen“ besteht aus Aufmerksamkeit und Zuwendung.
Anke Maggauer-Kirsche *1948
Die Blume erweist sich als grösserer Pionier eines neuen Verhältnisses zwischen Welt und Seele, als wir ahnen. Es gehen unvorstellbare Wirkungen von Gärten und Blumen aus.
Karl Foerster 1874 - 1970
Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters.
Khali Gibran 1883 - 1931

Die Freundschaft und die Liebe schenken Blumen.
Franz Grillparzer 1791 - 1872

Die ganze Natur ist eine Melodie, in der eine tiefe Harmonie verborgen ist.
Johann Wolfgang Goethe 1749 - 1832
Die Pracht der Gärten hat stets die Liebe zur Natur zur Vorraussetzung.
Germaine Baronin von Stael 1766 - 1817
Die prachtvollsten Blumen blühen oft im Verborgenen.
Japanisches Sprichwort
Die Zeit ist eine Vase, Es kommt darauf an, ob man Disteln oder Rosen hineinstellt.
Rudolf Rolfs 1920 - 2004
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder.
Dante Alighieri 1265 - 1321

Düfte sind wie die Seele der Blumen, man kann sie fühlen selbst im Reich der Schatten.
Joseph Joubert 1754 - 1824
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.
Rabindranath Tagore 1861 - 1941
Ein Garten entsteht nicht dadurch, dass man im Schatten sitzt.
Josef Rudyard Kipling 1865 - 1936
Ein Garten ist ein grossartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit; er lehrt uns Fleiss und Sparsamkeit; und vor allem lehrt er vollkommenes Vertrauen.
Gertrude Jekyll 1843 - 1932

Er sah nichts als die blaue Blume, und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit.
Novalis 1772 - 1801

 Gardening is the purest of human pleasures.
Francis Bacon 1909 - 1992
Gärten sind die zärtlichsten Spuren, die Menschen auf dieser Welt hinterlassen können.
Autor unbekannt
Gibt es ein schöneres Bild für den Frieden und die Hoffnung, als einen lebendigen Baum.
Wangari Maathai *1940
Natur redet eine wunderbare Sprache.
Karl Foerster 1874 - 1970
Sich an Blumen zu ruinieren, ist die nobelste Art des Ruins.
Ernst Jünger 1895 - 1998
The love of gardening is a seed that once sown never dies.
Gertrude Jekyll 1843 - 1932
Um einen Schmetterling lieben zu können, müssen wir auch ein paar Raupen mögen.
Antoine de Saint-Exupery 1900 - 1944
Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden.
Karl Foerster 1874 - 1970
Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies
Aba Assa *1974





10 Kommentare:

Irene hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Sanspareil hat gesagt…

Wie schön, dass du deine Erfahrungen an andere weitergibst.

LG Sigrid

creatina hat gesagt…

Boahh! Ich sitze mit offenem Mund hier...was man alles machen kann (in meinem Fall "könnte"). Was es alles zu beachten gilt...

Wunderbar, was du dir für Gedanken machst. An die Jahreszeiten denkst. An, sagtest du Blickachsen, hab ich noch nie gedacht.

Einfach nur himmlisch schön sieht es bei euch aus!!

Liebi Grüessli, Tina

N. hat gesagt…

Hallo,

ich lese schon lange hier mit und nun wird das Planen endlich konkreter. Ich hole mir hier viele Anregungen und würde mich freuen, wenn ich Ihnen irgendwann dann mal unseren "fertigen" Garten präsentieren darf.

LG!

N. hat gesagt…

Hallo,

ich lese schon lange hier mit und nun wird das Planen endlich konkreter. Ich hole mir hier viele Anregungen und würde mich freuen, wenn ich Ihnen irgendwann dann mal unseren "fertigen" Garten präsentieren darf.

LG!

Mondkatzenfloh hat gesagt…

Wirklich toll, was du/ihr da erschaffen habt!!! Und toll, dass du die Öffentlichkeit an diesem Reichtum teilhaben lässt. :)

Sag mal, so als Architektin, nimmst du Auftragsarbeit an, also gibst du auch individuelle Hilfestellung, wenn da ein architektonisch unbegabter Gartenstarter sein zukünftiges Baugrundstück á1000qm VOR dem Hausbau gerne planen möchte???

Anonym hat gesagt…

Hallo,

Bin über Google und einen anderen Gartenblog aus Deutschland auf diesen blog gestoßen. Der Garten ist wirklich sagenhaft schön angelegt! Und das in 2 Jahren! Du hast meinen tiefen Respekt! Hätte ich diesen Blog nur nicht grade eben, sondern vor 2 Jahren entdeckt, wäre unser Garten evtl. auch schon ähnlich weit und schön. Der Tip mit den Fotos ist prima.
Mein Freund und ich haben vor 2 Jahren das Haus meiner Eltern (Bj 1920)auf einem total verkommenen Grundstück von 800m² übernommen. 35 Jahre alte Nadelbäume, Schlehen, Weißdorn, wenige Weiden und vieeeele Brombeeren, Efeu und Brennesseln bekämpften sichgegenseitung um Licht und Wasser - es gab weder Sonnenlicht am Boden, noch Gras. Wenn ich daran denke, welche Arbeit und Kraft wir hineingesteckt haben, würde ich es vermutlich nicht nocheinmal selbst anpacken. Aber wenn das Geld als Berufsanfänger nach dem Studium fehlt packt man eben selbst an. Ich hatte keine Ahnung vom Gärtnern und monatelang Bücher und Pflanzkataloge gewälzt. Wir sind zwar erst mit 2/3 der Fläche "fertig" (fertig ist ein Garten ja nie, aber sagen wir mal - die erste Anlage ist abgeschlossen... und zum Teil auch schon wieder umgesetzt ;)) aber unser Traumgarten sieht so ähnlich aus wie deiner. Wenn auch nicht so Professionell angelegt. (Manchmal ist doch mal trotz Planung und besseren Wissens mal eine kleine Pflanze hinten ins Beet gewandert, während die Stockrosenableger aus anderen Gärten überraschend riesig mitten im Beet stehen. Aber das wird mit der Zeit auch nochmal umgepflanzt.
Das Einzge, was mich wirklich traurig stimmt, ist, dass es kein einziges Zimmer im Haus gibt, aus dem der Garten das genze Jahr über bewundert werden kann... ein Nachteil des Umgestaltens eines bestehenden Hauses gegenüber Neubau und Neuanlage. Aber vielleicht Bringt die Zeit ja auch einen Umbau des Hauses.
Ich werde auf jeden Fall von nun an regelmäßig im blog schmökern.
Ich wünsch dir und deiner Famile einen schönen Sommer in eurem Traumgarten!
Liebe Grüße
Judith

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich hab' nun mal bis hierhin zurückgelesen.
Fand es auch immer schade, daß wir schon immer alteingewachsene Gärten übernommen hatten. Aber alles herausrupfen hätte ich andererseits nie übers Herz bringen können!

Wir haben das mal mit einem unserer früheren Gärten erlebt, Nachfolger machten den ganz platt. Und was waren da für schöne Pflanzen drin!

Aber wer das Glück hat, alles neu anlegen zu können - da hätt' ich manches auch ganz anders gemacht.
Allerdings braucht es dazu tatkräftiger Hände und mein Mann ist nicht soooo der manuelle Arbeitstyp. Insofern war es nicht verkehrt, daß unsere Gärten schon immer "fertig" waren ...

Liebe Grüße nochmal
Sara

Anonym hat gesagt…

Hallo,
ich sage nur wow.
Super Ideen, tolle Ausführung.
Wir gestalten momentan auch unseren Garten und das gibt mir Hoffnung dass aus dem Matschfeld doch irgendwann ein wahrer Garten wird.

Viele Grüße
Karin

Helga hat gesagt…

Ich bin wirklich ganz hin un weg wenn ich mir diesen wunderbaren Garten ansehe...
Vielen Dank, dass wir teilhaben dürfen und uns die wunderbaren Bilder und Pläne anschauen können!
Herzliche Grüße,
Helga