Der Hochnebel und die Dunkelheit machen mir nur wenig aus,
denn ich verbringe meine Tage meistens im Büro. Die Tage fliegen so schnell vorbei, dass schon bald
der 1.Advent vor der Türe steht.
Aus diesem Grund ist es hier im Blog auch etwas ruhiger geworden.
Für die Deko draussen verwende ich fast immer dieselben Dinge wie jedes Jahr.
Neues kommt nur selten dazu.
Die selbstgemachten Weidenkränze stammen noch vom Frühjahrs-Weidenschnitt, die Mini-Buchsbäumchen habe ich aus Stecklingen gezogen und das Moos ist bereits im 4.Gartenjahr so grosszügig an schattigen Beeträndern vorhanden, dass ich mich im eigenen Garten bedienen kann ;-)
Die Töpfe habe ich im Lauf der Zeit im Werkhof aus der Mulde gezogen und der Obstkorb
mit den Zapfen stammt von Nachbars Scheune.
Die Schneeflocken-Girlande habe ich aus dickem Transparentpapier
ausgestanzt und zusammengenäht.
Weitere Schneeflocken habe ich an die Haustüre geklebt. Haftkleber ist ein Spezialkleber, der erst klebt, wenn er trocken ist. Ein Klecks in die Mitte der Schneeflocke genügt. Dann muss es erst einmal trocken.
Der Kleber erscheint erst weiß und wird während des Trocknungsprozesses
durchsichtig, erst dann können die Schneeflocken an die Türe geklebt werden. Der Klebstoff bleibt dauerelastisch und kann rückstandsfrei wieder abgezogen werden.
Nachtrag aufgrund vieler Fragen zum Haftkleber: "Happy Tacky" von der Schweizer Firma "Happy Clown GmbH in Burgdorf. Die Artikelnummer lautet 90800.
Mein Mann hat kürzlich mit unserem Sohn viel Schwemmholz gesammelt
Die Äste hat er sortiert und auf ein dickes Armierungseisen aufgezogen.
Da die Konstruktion zu wacklig wäre, hat er den XXL-Weihnachtsbaum am Baumpfahl befestigt. Ich verbringe die langen Nächte derzeit mit häkeln, Lesen und viel Schlafen.
Mein tägliche Portion Glück ist aber der neue Gartenroman von
Sabine Reber...
Der Callwey-Verlag hat mir freundlicherweise das Buch
(herzlichen Dank an dieser Stelle!)
Die Autorin Sabine Reber ist in der Schweiz eine bekannte
Gartenkolumnistin und Autorin. Ich mag ihren heiteren Schreibstil sehr. Das Buch ist sehr persönlich geschrieben und lässt biografische Inhalte vermuten, wird aber in der Einleitung mit "fiktiver Text und Personen" widerlegt. So ganz mag ich das nicht glauben, zumal sie mit ihrem damaligen Partner bis 2004 in Irland gelebt hat.
Der Schreibstil ist leicht und erfrischend und beim Lesen habe ich mehrmals das Gefühl, Seite an Seite mit Frau Reber nach Irland zu reisen, den ersten Winter im baufälligen und feuchten Haus zu überstehen. Mitzuerleben wie sie aufgrund einer Kolumne in der "Sunday Times" beschliesst, einen Garten anzulegen, und angesteckt vom Gartenvirus sich durch die englische Gartenliteratur gelesen hat. Ich erlebe ihre ersten gärtnerischen Misserfolge mit und schmunzle gleichzeitig über den Mut immer weiterzumachen, mit wenig Geld, vielen Misserfolgen dafür umso mehr mit guten Willen. Ich stelle mir vor, neben ihr in der Erde zu knien, mit einer Handschaufel Stück für Stück die Grasoden abzutragen und die ersten Beete anzulegen - und währendessen erzählt sie mir ihre persönliche Geschichte - von ihren Männern und ihren Gärten. Ich rieche die irische Luft und fühle die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Das Buch bringt mich zum Lächeln - und genau das braucht eine Gärtnerinnenseele im trüben Winter. Noch hab ich ein gutes Stück vor mir, gefesselt bin ich schon längst.
Herzliche Grüsse
Carmen