im Grünen kochen...

6.6.10Ein Schweizer Garten

...so fühle ich mich, wenn ich in der Küche stehe. Alles rundherum ist wieder wunderbar grün.

 Die Bäumchen blühen übrigens nicht, sondern es ist der weisse Austrieb der Harlekinweide Salix integra 'Hakuro Nishiki' Unterpflanzt sind die Bäumchen mit Buchs, Frauenmantel und Sterndolden. 

Farn, Storchschnabel und die Felsenbirne funkeln im Licht um die Wette.
Neben den weissen Glockenblüten, sind die ersten Heidelbeeren sind zu erkennen,
die gelb-violetten Blätter gehören zu einer Heuchera-Sorte (Purpurglöchchen)
in der Mitte ist ein fast verblühter Zierlauch abgebildet und die ersten Lupinen blühen auch.
 Die kugeligen Blütenstände des Zierlauchs sind eine Bienenweide und immer heiss umschwärmt. Man kann die abgeblühten Kugelblüten stehen lassen -  sobald der Stengel gelb wird, sind auch die winzigen, schwarzen Samen ausgereift. Diese streut man am besten gruppenweise in die Beete, man erkennt im Frühjahr besser, dass hier was gesäht wurde (oder man markiert die Stelle) Im zeitigen Frühjahr treiben dann kleine schnittlauchähnliche Stiele aus der Erde. Stehen lassen, evt ausdünnen. Nun braucht der Sämling Zeit um eine Ziebel zu bilden, in 2. manchmal auch erst im 3. Jahr folgt dann die erste Blüte.

Noch ist alle mehrheitlich grün, die Rosenblüte beginnt aber bald.
 Das grosse Staudenbeet - die Stauden und Gräser im Beethintergrund 
werden hier bis zum Herbst gut 2m hoch sein.
 aha...erwischt!!!
 Die erste Rose blüht - es handelt sich um die frischgepflanzte Wildrose "Rosa Glauca", auch Hechtrose genannt. Sie ist einmalblühend und macht dunkelorange Hagebutten. Auffallend ist vorallem das blaugraue Laub, dass sehr zierend wirkt. Bei mir steht diese Rose direkt in der Wiese. Sie ist sehr robust, verträgt Trockenheit und pralle Sonne ebenso wie Halbschatten.
 Der Dachgarten steht in voller Blüte - viele einheimische Wildblumen blühen hier ganz ohne Erde in einem Tonziegelgranulat (Feuchtigkeitsspeicher) . Von der Waschküche aus habe ich dieses Fensterausblick aufs Grasdach. 2 x pro Jahr steige ich aufs Flachdach und entferne unerwünschte Sämlinge. Gemäht wird nichts....

Wer Gelegenheit hat, ein begrüntes Flachdach zu machen, sollte dies unbedingt tun, es sieht nicht nur wunderschön aus, sondern gibt der Natur einen Teil der bebauten Fläche wieder zurück. Mittels spezieller Retentionsmatten, wird bis zu 90% der Niederschlagsmenge zurückgehalten und die Entwässerung entlastet.
Da diese "Wiese" nie gemäht wird, überwintern hier viele Schmetterlingspuppen, Insekten und Kleingetier.


In den letzten 100 Jahren sind in der Schweiz verschwunden:

95 Prozent der Magerwiesen; 90 Prozent der Feuchtgebiete; 63 Prozent der Seeufererlebnisräume; 76 Prozent der Amphibienarten; 87 Prozent der Reptilienarten; 70 Prozent der Naturbäche.

dafür sind entstanden:

20'000 ha Rasen; 1'500 Höfe; 4 Millionen Stunden Lärm; 20'000 Tonnen Chemie; 300'000 Tonnen Schnittgut. (Quelle: Bioterra)

ähnliche Beiträge

8 Kommentare

  1. Das sind ja mal wieder super schöne Gartenbilder. Da kann ja der blanke Neid aufkommen bei sooooo viel grün rund ums Haus.
    Waren gestern im Seeleger Moor die Rothodendren anschauen, waren wunderschön.
    Grüessli
    Barbara

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Carmen !

    Erstmal ein herzliches Danke für Deine netten Kommentare auf meinem Blog !

    Oh,wie wunderschön ists denn bei Dir ?
    Wahnsinn,und das habt Ihr in 2 Jahren geschafft?

    RESPEKT,RESPEKT,- große Klasse !!

    Da muss ich unbedingt "dranbleiben",-da gibts viel Schönes zu sehen,und viel Gutes zu lesen !
    Danke dafür,-Dein schöner Blog wird mir sicher zu so machen schönen Minuten verhelfen. Ich werd Dich gleich mal in meinem Blogroll aufnehmen.

    Ja,das ist toll,gell,wenn man von der Küche so schön in den Garten sieht. Ich habs auch so schön,und weiss es zu schätzen.

    Die letzten 2 Absätze in diesem Posting sind ja nicht so schön, und man kann es fast nicht glauben... :-(
    Schade,daß die Menscheit nicht schneller lernen kann.... Viele habens ja schon erkannt, wieviel es geschlagen hat, aber die breite Masse anscheinend leider nicht.

    Herzliche steirische Grüße
    Frieda

    AntwortenLöschen
  3. Danke für diesen wunderschönen Rundgang durch euren Garten. Ich liebe die Rosa glauca und zur Zeit steht sie bei uns in voller Blüte, einfach traumhaft! Ein begrüntes Dach finde ich auch eine geniale und einfache Idee, der Natur etwas zurückzuschenken. Bleibt zu hoffen, dass es immer mehr davon gibt...
    Herzliche Grüsse, Vilma

    AntwortenLöschen
  4. Oh, vielen lieben DANK! *rot werd und gaaaanz tüchtg froi!
    GGLG
    Karin

    AntwortenLöschen
  5. Schöne Bilder und interessante und nachdenkliche Zahlen. Diese sind aber nicht nur ein Problem in der Schweiz.

    AntwortenLöschen
  6. Immer wieder ein Genuß, liebe Carmen!
    Dank dir für die wunderschönen Bilder und deine Gedanken, danke für den Blick in dein Leben!

    lg tina

    AntwortenLöschen
  7. Schnittgut, was für ein "tolles" Gut/Wort! Leider produzieren wir auch zu viel davon. Da lob´ich mir doch den Nachbarsgarten (habe Dir auch auf Deinen Kommentar mit einem weiteren Kommentar geantwortet), da wurde lange nicht gemäht. Das finde nur ich toll, die übrigen Nachbarn eben nicht. Die Liebe zu unserem eigenen Garten ist leider noch nicht so sehr gekeimt, denn der wurde alle Jahre von meiner Mutter bearbeitet, so dass ich mich lieber daraus gehalten habe. Nun kann sie nicht mehr so recht und jetzt sind wir dran. So taste ich mich nun langsam an das Thema heran und erfreue mich an Deinen schönen Bildern und guten Ratschlägen. Dir immer eine schöne Aussicht und noch viele gute Nächte im Gartenbett
    Liebe Grüße
    Maria

    AntwortenLöschen

Kommentare sind das Salz in der Suppe!
Ich freue mich, dass du dir die Zeit nimmst!




Kontaktformular