Frühling Gemüse

Liebe Spatzen, wir müssen reden...

9.5.19Ein Schweizer Garten

Ich habe Euch im kalten Winter gefüttert und ihr zieht eure Jungen jedes Jahr in den Nistkästen und unter dem Dach auf. Im Gegenzug sucht ihr meinen vielen Buchs akribisch nach dem Buchsbaumzünsler ab und erledigt auch alle Blattläuse auf den Rosen, 
worüber ich auch sehr dankbar bin.

Aber jetzt geht ihr zu weit!


Mein schönes Gemüse kann ich nicht mal für eine halbe Stunde ohne Vliesabdeckung lassen, ohne dass ihr alles zerfetzt. Beim Zierapfelbaum, der Zierkirsche und dem Apfelbaum habt ihr sämtliche Blütenansätze und frisch austreibenden Blätter zerstört.  Die Hornveilchen haben alle keine Blüten mehr und vieles, dass frisch austreibt, wird von euch in Schwärmen angeflogen und zerhackt.
Die Hochbeete wären so schön anzuschauen, 
wenn sie nicht ständig unter Vlies zugedeckt wären *seufz* 

 
 Fazit: Im Garten ist es wohl immer ein Geben und Nehmen. Liebe Natur, schenk mir bitte die Geduld, dass ich im richtigen Moment wegschauen kann (und die Spatzen zur Einsicht kommen)

Liebe Grüsse
Carmen

ähnliche Beiträge

11 Kommentare

  1. Ich musste ja sooo schmunzeln, schon bei der Überschrift... Mit diesen Worten auf den Lippen trete ich morgens auf die Terrasse - und fülle trotzdem die Futterstellen mit Ganzjahresfutter. Über den Plastikraben, der zur Abschreckung am Hochbeet thront, lachen sich die Spatzen offensichtlich scheckig.
    Bei Dir ist das Angebot an herrlichen Salat- und Blumenbeeten ja noch reichlicher. Ein Spatzenschlaraffenland.
    Vielleicht werden wir als Spatzen wiedergeboren, man weiß ja nie...
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  2. Ich wusste ja gar nicht, dass Spatzen so gefräßig sind 🤔 Buchsbaumzünsler hätte ich ja auch im Angebot 😂
    Was sagen denn deine Katzen dazu ???
    Herzliche Grüße , helga

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Carmen,
    mir geht es ähnlich :-)
    Ich bin auch recht froh, dass sie sich so prima um den Buchsbaumzünsler "kümmern".
    Aber leider haben sie mir vor Wochen sämtliche Forsythienknospen abgeknabbert,
    so dass er nur sehr spärlich zum Blühen kam.
    Auch die Knospen des Wilden Weins sind alle angeknabbert.
    Und jetzt habe ich ein paar kahle Stellen im Rasen mit Samen wieder auffüllen wollen. Allerdings haben sich die Spatzen schon auf die Samen gestürzt.
    Was ich allerdings am wenigsten tolerieren kann ;-) ist, dass sie mir letztes Jahr vom Sommerflieder die Schmetterlinge weggefangen haben :-(
    Die Katzen werden total ignoriert.
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

    AntwortenLöschen
  4. Könntest Du mit meinen Spatzen auch gleich reden... und den Wühlmäusen ☺ Deine Hochbeete sind ein Traum. Einfach wunderschön. Die Idee mit den Fässern ist toll.

    AntwortenLöschen
  5. Sorry, ich habe mir jetzt gerade bildlich vorgestellt, wie du mit den Spatzen an den Tisch sitzt, sie ernst anschaust und ihnen eine Standpauke hältst. Ich lach mich weg und die Spatzen wohl auch. Die Hochbeete schauen wirklich mega toll aus. Geniale Idee! Gegen meine fiesen tierischen Untermiete habe ich nun in Atelier einen Eulennistkasten aufgehängt … aber es darf gerne auch ein Falke einziehen … mal sehen, ob Siebenschläfer, Marder und Mäuschen die neue Nachbarschaft zum Ausziehen finden.
    Gute Nerven, wünsch ich dir
    Alex

    AntwortenLöschen
  6. Als ich Deinen Artikel gestern gelesen habe musste ich schmunzeln (und die tollen Kübelbeete bewundern!). Als die Spatzen gerade an meinen Balkonpflanzen geknabbert haben, ein bisschen mit Dir mit-schimpfen. Und dann dachte ich: Nein, wir (Menschen) nehmen der Natur sooooo viel weg. Wie wunderbar ist es, dass Du und Dein Garten etwas zurückgebt. Und ich bin mir sicher, dass die Spatzen eifrig DANKE tschirpen! :-)

    AntwortenLöschen
  7. Oh, Spatzen gehen an Zünsler! Schade, dass die Spatzen zwar bei uns ganz in der Nähe wohnen, aber andere Grten - wohl mit mehr Rasen bevorzugen. Jedenfalls höre ich sie seit einigen Jahren in der Nachbarschaft, aber kaum einer lässt sich bei uns blicken. Nun ja, mit drei tolldreisten Jägerinnen ist das zur Zeit auch besser so …
    Vielleicht solltest Du mit den Spatzen verhandeln und ihren Speiseplan durch Meisenknödel erweitern. Meine Mutter hat in ihrem teils verlausten Apfelbaum ganzjährig einige Meisenknödel hängen. Da werden beim Ansitzen die Zweige nach Insekten abgesucht und sattgefressen wird sich an den Knödeln. So bekommen sie Mischkost und verlassen ohne Schäden den Garten. Allerdings halten ihre 3 Knödel im Sommer mit Spatzennachwuchs dann höchsten 3 oder 4 Tage - je nach Wetter …
    LG Silke

    AntwortenLöschen
  8. Das ist ja der Hammer! Wir haben auch massenhaft Spatzen, aber so richtig kaputt machen sie eigentlich nichts. Und ich hoffe mal, dass das so bleibt. Vielleicht findet ihr eine Lösung, die den Spatzen und euch hilft. Aber das mit den Raupen ist schon mal klasse.
    Lieben Gruß - Elke (Mainzauber)

    AntwortenLöschen
  9. Das ist schade - und ärgerlich, wenn die Spatzen oder sonstige "liebe" Tierchen am Salat usw. knabbern, den man eigentlich zum "selber ernten" angebaut hat. Es ist ja nicht so, dass man sie verhungern lassen will, aber es gibt doch noch so viel andere "Leckerli" in der Nähe. Sicherlich wird das "Gerupfe" aufhören, wenn sie anderes Spielzeug oder andere Nahrung finden, das Angebot erweitert sich ja draußen quasi täglich, auch wenn sie Deine schönen Hochbeete natürlich als ideale Futterquelle angenommen zu haben scheinen ;-).
    Herzliche Grüße, Birthe

    AntwortenLöschen
  10. Tja, so ist das, leider! Den Kampf gegen den Zünsler habe ich bereits verloren... also Eiben gepflanzt! Baut sich doch eine Wühlmausfamilie direkt darunter ein gemütliches Eigenheim und bedient sich am Eibenwurzelbufett! Auch die Wurzeln eines Zierapfels haben sie gefressen. Irgendwann war der Baum tot! Jetzt müssen Wuhlmauskörbe her und zwar richtige. Die von mir aus Drahtgeflecht selbst hergestellten waren nicht richtig dicht und sie haben munter weitergefressen!
    Ich fühle mit Dir...
    Gruß Margit

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Carmen,
    mangels Spatzen (leider) habe ich das Problem hier nicht. Die Hochbeete sind noch ohne Abdeckung und ich überlege, es dieses Jahr mal ohne Schutz zu probieren. Das bedeutet zwar bestimmt verwurmte Radieschen, aber erleichtert die Gieß- und Pflegearbeiten. Vielleicht mache ich halbe halbe. 2 Beete mit Haube, 2 ohne.
    Liebe Grüße
    Karen
    PS: Dein Spatzengespräch lebt von der bildlichen Vorstellung. Ich sehe die Bande da mit gesenktem Kopf ganz betroffen sitzen.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jede Nachricht!

Kontaktformular