Sonntag, 19. Mai 2013

Butterblumenwiese

 Ich sehe es ein, eine Wildblumenwiese kann man in "fettem" Boden nur schlecht verteidigen, 
der Artenschwund lässt sich nicht aufhalten. Ich freu mich einfach an dem, was noch blüht, 
auch wenn's gerade nur der Hahnenfuss ist....  

Für die Agenda:
 am 25.Mai findet der Naturgartentag statt.
Für mehr Infos aufs Bild klicken.

Dieses Jahr habe ich mich bei Bioterra für die Aktion Offene Gärten angemeldet.

Auszug der Medienmitteilung: Der Tag der offenen Gärten ermöglicht, Anregungen für den eigenen Garten zu sammeln, die Gedanken in den wunderschönen Gärten schweifen zu lassen oder auch einfach die Natur zu geniessen. Hausgärten, Familiengärten, Naturgärten, Kunst im Garten, Labyrinthe, Spiralen, Heilpflanzengärten, Bauerngärten stehen offen – die Vielfalt der geöffneten Gärten mit ihren jeweiligen Spezialitäten ist riesig. In diesem Jahr zum ersten Mal dabei ist der Verein Pro Igel der aufzeigt wie mit naturnahen Gartenelementen die Igel gefördert werden. 

Hier findet ihr die Daten und Öffnungszeiten  an denen wir unseren Garten für Besucher öffnen.

Alle weiteren Teilnehmer findet ihr unter dieser Seite  Offene Gärten 2013

Vielleicht findet der eine oder andere den Weg in unser verschlafenes Nest.






Donnerstag, 16. Mai 2013

Saison-Eröffnung

Seit 4 Jahren haben wir nun unser Gartenbett schon. Im Oktober wird es eingewintert und irgendwann zwischen April und Mai eröffnen wir die Frischluft-Saison. Die erste Nacht draussen hat mein Mann gleich für sich reserviert. Dank der warmen Schafwolldecke wird die Decke nicht klamm und man friert auch in kühlen Nächten nicht.
Weil ich oft danach gefragt werde: Das Bett steht auf der Veranda nur halbüberdacht und nicht regengeschützt, die Matratze bleibt trotzdem den ganzen Sommer über draussen und ist mit einem Inkontinenzbezug bezogen. Bei Regenwetter stülpen wir über das gesamte Bett eine handelsübliche Schutzhülle für Gartenmöbel. Nur bei anhaltenden Regenperioden nehme ich Kissen + Schafwolldecke ins Haus, bei kurzen Schauern ist das nicht nötig, unter dem Bezug ist ja alles geschützt. So macht das Bett keinen grossen Aufwand - benutzt wird es nämlich täglich. Mit Mücken haben wir trotz Nachbars Mini-Teich gleich nebenan keine Probleme - aber es hat viele Vögel und Fledermäuse, vielleicht vernichten die den grössten Teil. 
               ...dieser Kater verdient eine Goldmedaille in der Kategorie "dekorative Gartenobjekte" 
egal wo ich bin, er läuft immer ins Bild, setzt sich hin und wartet bis ich fotografiert habe,,,,

Ich freu mich schon, wenn ich an der Reihe bin! Manch einer kann das vielleicht nicht nachvollziehen - ich würde es nicht missen wollen, im Sommer mit den Geräuschen der Nacht einzuschlafen, die Bäumen rauschen zu hören, den warmen Wind im Gesicht zu spüren, und morgens bei Tagesanbruch vom intensivem 
Vogelgezwitscher zu erwachen. Dann geniesse ich den ersten Kaffee unter der noch warmen Decke eingekuschelt und freue mich am anbrechenden Tag.  

Unsere Kinder kennen keine Angst wenn sie draussen schlafen - manchmal zu zweit
(was für eine Gestrampelei, bis endlich Ruhe ist....) manchmal alleine.

Man vertraut sich einfach der Nacht und der Natur an. 

Herzliche Grüsse
Carmen



Mittwoch, 15. Mai 2013

DIY - Holztisch

Mein Mann hat für seine Arbeitskollegin einen Beistelltisch aus Nussbaumholz gefertigt. Kurz bevor er abgeholt wurde, konnte ich ihn noch schnell fotografieren.
 Seine ursprüngliche, organische Form erhält der Beistelltisch durch die verwendete massive Nussbaumplatte mit altersbedingten Rissen und Spalten. Einer der grösseren Risse wurde mit Zinn ausgegossen. 
Die Tischbeine sind aus gesammeltem Schwemmholz gefertigt. 
Der Tisch wurde ohne Schrauben zusammengesetzt und nach dem Schleifen geölt.
Die Windlichter aus Filz habe ich am diesjährigen 
Frühlingsmarkt der Filzkünstlerin Susanna Frei-Meile abgekauft. 
Die Filztüten sind über Gläser gestülpt und im Innern hat es Platz 
für kleine bis mittelgrosse Kerzen, die ein warmes Licht zaubern. 
Na, wie gefällt es euch?

Herzliche Grüsse 
Carmen

Dienstag, 14. Mai 2013

Abendlicht

Der rötliche Blattaustrieb von Nachbars Nussbaum 
schimmert wundervoll im Abendlicht.
 im Vordergrund leuchtet der Fächerahorn 'acer palmatum butterfly', 
dessen Austrieb leicht rosafarben angehaucht ist.
Auf der Nordwestseite des Hauses erhellen die Farben der verschiedenen 
Heuchera/Heucherella-Sorten das Schattenbeet entlang der Grenze.
Weil es inzwischen soviele sind, habe ich schon längst den Überblick über die Sortennamen verloren. Heucherellas sind Kreuzungen aus Tiarella (Schaumblüte) und Heuchera (Purpurglöckchen). Sie sind anspruchslos, gedeihen auch bei Trockenheit, sind schneckenunempfindlich und blühen von Mai bis Juli. Heucherellas können ganz einfach durch Ableger vermehrt werden. Ich breche jeweils die holzigen, blattlosen Stengel im unteren Bereich ab, entferne alle Blätter bis auf die zarten Blattspitzen des Neuaustriebes, und setze sie ins halbschattige bis schattige Beet.

Und während der Kater gepflegt abhängt....
reitet mein liebenswerter "Winnetou" über die Steppe...
 Herzliche Grüsse
Carmen

(einen hab ich noch...)



Montag, 13. Mai 2013

Der Vorgarten blüht auf....

Die späten Tulpen im Vorgarten sind aufgeblüht. Ursprünglich wuchsen hier nur weisse Tulpen und Narzissen. Viele sind im Verlaufe der Jahre verschwunden und so habe ich im letzten Herbst eine bunte Mischung aus zarten Rosa und Violetttönen dazugepflanzt. 
Fast zum Trotz leuchten nun einige statt rosa fast schon korallenrot im Beet.

Die Spatzen pfeifen's von den Dächern....hier gehts in den Garten....
 
Herzliche Grüsse
Carmen

Freitag, 10. Mai 2013

Pro Specie Rara-Setzlingsmarkt in Wil SG


Morgen findet erstmalig der Ostschweizer Setzlingsmarkt im Areal der Psychiatrischen Klinik Wil statt. Die Psychiatrische Klinik bietet mit ihrer Gärtnerei das passende Umfeld um die bewährten und vielfältigen ProSpecieRara-Gemüse und -Zierpflanzen zu verkaufen, welches die verschiedenen Produzenten anbieten.


Hier gibts weitere Infos:
Datum:11.Mai 2013 von 9-17 Uhr



Die Pläne der EU für eine neue Saatgut-Diktatur gefährdet unser Saatgut noch mehr. 
Schaut euch mal bitte das letzte Bild im ersten Link an, das sagt doch eigentlich alles, oder?
Hier findet ihr ebenfalls einen Artikel zum Thema

Bilder : ProSpecie Rara

Inzwischen gilt zwar eine Ausnahmeregel für Kleinbetriebe und Private, aber die Saatgutlobby wird bestimmt nicht klein beigeben und irgendwann einen erneuten Vorstoss wagen. Wir sollten alle ein Beitrag leisten, damit die alten Sorten auch unseren Kindern und Enkeln zukünftig erhalten bleiben und jeder Landwirt und Gärtner selber entscheiden kann, welches Saatgut er verwendet.

Herzliche Grüsse

Carmen







Montag, 6. Mai 2013

la vita è bella



übernächtigt - mit kleinen Äuglein - Frau Schweizer Garten



Sonntags: liebe Menschen getroffen, herzlich gelacht, eine neue Lieblingspflanze und fein-duftende handgesiedete Seifen nach Hause gebracht, schlammige Füsse vom Moorbad am Barfussweg bekommen, pinkfarbene Besen gesehen, im Funkeln des Abendlichts zugeschaut, wie das Kind bis zum Mond und wieder zurück schaukelt, mich auf mein Geburtstagsgeschenk vorgefreut, das mein Mann vorbereitet.... und daran gedacht, dass ich in diesem Mai nun schon 20 glückliche Jahre mit ihm zusammen verbracht habe



der Lausejunge schaukelt tatsächlich extra so hoch, bis er mit den Füssen die Balkonkonstruktion berührt....

Nicht immer ist alles "bella" . Das kostbarste Gut ist und bleibt die Familienzeit. Genau davon hatte ich die letzten Monate viel zu wenig. Der Beruf frisst mich langsam auf und nach dem Sonntags-Familienausflug habe ich abends noch im Büro die dringendsten Arbeiten, die ich unter der Woche nicht geschafft habe bis tief in die Nacht erledigt.

Ich habe mich entschieden baldmöglichst  kürzer zu treten, 
keine Wochenenden mehr und auch nicht mehr nachts 
bis weit nach Mitternacht zu arbeiten. 

Viel öfters Nein zu sagen, sodass die Arbeit noch Zeit für die wichtigen, 
kleinen Dinge des Alltags übriglässt. Vielleicht sogar endlich eine Putzfrau zu engagieren. 

                          Immer im Schnellzugstempo durchs Leben, das kann es doch nicht sein! 

Nimmt mich wunder, wer von meinen Lesern ebenfalls auf dem 
extrem schmalen Grat zwischen Familie und eigener Firma wandert?  
Immer funktionieren wollen/müssen, immer das Beste geben und doch
nie genügend Zeit für alles zu finden.

la vita è bella - "Luxusprobleme"....*seufz*
draussen in der Welt tobt Hunger, Krankheiten und Krieg.

Darum liebe ich meinen Garten so, 
er ist für mich der Ort, wo ich dem Alltag entfliehe,
wo ich Ruhe finde, Kraft tanke, glücklich bin,
wo ich den Bäumen und den Vögeln zuhöre,
die Düfte einatme und den Pflanzen beim Wachsen zusehe.

Ein Ort, wo ich mich immer 
wieder "erden" kann!


Herzliche Grüsse
Carmen





Sonntag, 5. Mai 2013

Der Veilchenbär


Der in der Schweiz heimische 

Veilchenbär 

ist ca. 1.50m gross und kommt 
vorallem im Bündnerland vor,
dort wo s’Heidi und der Alp Öhi wohnen. 
Er ernährt sich von 
Alpenveilchen, 
weshalb sein Fell auch immer 
leicht danach duftet. 
Im Sommer isst er liebend gerne 
Ricola Alpenkräuter und Wiesenblumen. 
Seit 100 Jahren und 100 Tagen 
steht der Veilchenbär auf der 
artengeschützten Liste der Schweizer Tierwelt. 
Frau Schweizer Garten arbeitet daran, 
den Veilchenbär 
auch im Unterland anzusiedeln.


Das ist mein Beitrag zur Mailart 2013, den ich vor 2 Wochen in die beiden Nachbarländer Deutschland und Österreich schickte.  Mein Gedichtzeile aus Mörikes "Frühling lässt sein blaues Band" lautete 

"Veilchen träumen schon" 

Ideen hatte ich viele, schliesslich machte der Veilchenbär das Rennen....
diesen habe ich vorgezeichnet, eingescannt, 
9mal ausgedruckt und schliesslich mit Aquarellfarben coloriert.  
Dann säuberlich ausgeschnitten und auf ein buntes Hintergrundpapier geklebt. 
Die Veilchenblüte hat noch ein gehäkeltes Blatt mit Sti(e)l bekommen
 Alle Veilchenbären sind 
bereit zur Auswilderung
Die Couverts habe ich aus antiquarischen Buchseiten 
von Johanna Spyri's "HEIDI" ausgeschnitten und 
mit extrabreitem Masking-Tape zusammengeklebt. 
Die wundervollen Illustrationen wurden damals
noch auf ca. 5x7 grosses,dickeres Papier gedruckt und von 
Hand im Buch eingeklebt.
Wer mich jetzt ernsthaft anschreibt, wo genau der Veilchenbär lebt, der
muss warten bis ein Wikipedia-Eintrag besteht. *grins*

Herzliche Grüsse
Carmen

Donnerstag, 2. Mai 2013

Die "Unfarbe" blüht wieder...

Unweigerlich jedes Jahr da...

"die Roten"


...inzwischen mag ich sie sogar sehr, auch wenn die vielen Tulpenzwiebel-
packungen damals ganz andere Farben versprachen.
Die beiden Felsenbirnen 'amelanchier lamarkii' haben wieder ihr weisses 
Blütenkleid angezogen und bezaubern mit den winzigen sternförmigen 
Blüten. 


Ich muss morgens meine gesamte Selbstdisziplin aufbieten, 
um es bis ins Büro zu schaffen. 

 

Kein Wunder dass ich nur rot sehe...

selbst die wenigen gelben wechseln ihre Farbe.

natürlich zu Rot, was sonst.....

kann man verschmerzen, oder? *lächel*

Herzliche Grüsse
Carmen

Ausflugtipp:
am 5. Mai eröffnet meine Walking-Freundin ihre Rosenbeiz
und den Ateliergarten - bei der Gelegenheit kann man noch in ihrem Lädeli nach
schönen Sachen stöbern. Ich war am letzten Freitag in der Wyberbar schon mal probetrinken

die Rosenbowle
war einfach himmlisch, hatte es aber in sich *hicks* 

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